März 7th, 2008 Posted in Schweden | 1 Comment »
Am Freitag Nachmittag ging es los. Bei einer Zwischenlandung in Luleå durften wir beim De-Icing schon mal den ersten Eindruck bekommen wie kalt es werden sollte. In Luleå gibt es übrigens die nördlichste technische Universität Skandinaviens, Motto: „Great ideas grow better below zero“. Kann man sich also auf jeden Fall aufs Studium konzentrieren.
Endlich in Kiruna angekommen, wurden wir von Leif, den Camp-Besitzer, mit seinem Bully abgeholt und zur Hütte gebracht. Sie liegt 70m von einem See entfernt, auf dem eine schwimmende Sauna steht – natürlich sollte sie gleich von uns eingeweiht und auch in den nächsten Abenden intensiv genutzt werden.
Samstag haben wir uns mit Skiern auf Erkundungstour begeben und die Landschaft genossen. Ich habe bisher noch nie soviel Schnee gesehen, einfach genial. Einen Tag später sind wir zusammen mit einer spanischen Gruppe mit Schneescootern zum Icehotel gefahren. Das Hotel liegt ca. 15 km entfernt und feiert in diesem Jahr seinen 18. Geburtstag. Es wird immer im November aufgebaut und im April schmilzt es wieder da hin, jedes Jahr aufs Neue. Interessanterweise gibt es auch Ice-Bars in Stockholm, London und Tokio, die alle das Eis aus Kiruna geliefert bekommen: Sowohl die Blöcke zum Bau als auch die Getränkegläser, einfach alles.
Bei der Hundeschlittentour am letzten Tag hatten wir perfektes Wetter. In den vorherigen Tagen war es etwas bewölkt, aber am Dienstag schien die Sonne und wir haben die gemütliche Fahrt mit den Huskeys in der Sonne genossen. Anschließend besuchten wir die Mine, die größte Erzmine der Welt. Deshalb ist Kiruna eigentlich auch nur bekannt geworden, an für sich ist die Stadt nämlich nicht besonders dolle…
In der Nacht haben wir die Tiefsttemperatur erlebt: Minus 26°, sternenklarer Himmel und – wenn auch nur wenige – Nordlichter! Leider waren die nicht so intensiv wie man sie von Fotos her kennt, aber wir haben zumindest welche gesehen.
Fazit: Ein paar perfekte Tage im höchsten Norden, Lappland ist eine Reise wert!
Nachtrag: Weitere Fotos gibt es von Eva bei flickr.